Tickets

Come join us for EDCH 2017 between March 9 and 11, 2017, at Munich’s old Congress Hall. Fees include beverages during the conference as well as a lunch snack on Thursday. On Friday and Saturday morning, join us for INCH, EDCH’s little sister, with a focus on infographics in editorial design. 

If you would like to become a member of the Typographic Society Munich (tgm) click here – you will profit from reduced fees for a number of the events in addition to the ones mentioned below.

Don't hesitate to contact us for questions around the tickets for EDCH-conference here!

EDCH + INCH
Combined Ticket
 

3-Fullday Conference  EDCH + INCH:

Thursday March 9, 2017
8:30 am registration begins
from 9.30 am to 8.30 pm EDCH conference
followed by the opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
8:30 am registration begins
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
2.30 pm to 9.00 pm EDCH conference
followed by award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
2.30 pm to 9.30 pm EDCH conference
followed by a Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

Ticket prizes:

  • 510 Euro for tgm-Members
  • 560 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 610 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 140 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

EDCH
Only
 

3-day Conference  EDCH:

Thursday March 9, 2017
8:30 am registration begins
from 9.30 am to 8.30 pm EDCH conference
followed by the opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
2.30 pm to 9.00 pm EDCH conference
followed by award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017

10.00 am to 2.00 pm EDCHopen (free entry)

2.30 pm to 9.30 pm EDCH conference
followed by a Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

 

Ticket prizes:

  • 360 Euro for tgm-Members
  • 390 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 420 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 130 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

INCH
Only
 

2-Halfday Conference INCH:

Thursday March 9, 2017
from 8.30 pm opening of the John Grimwade exhibition in the foyer

Friday March 10, 2017
8:30 am registration begins
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
from 9.00 om award and celebration of the GOLDEN EDCH

Saturday März 11, 2017
9.30 am to 1.30 pm INCH conference
from 9.30 pm Korean-German calligraphy and music performance
and, of course, the open-ended conference party in the Kongressbar

Ticket prizes:

  • 190 Euro for tgm-Members
  • 210 Euro for Cooperation Partners (AGD, BDG, cmf, ft)
  • 230 Euro for all other attandees

Special Rate

  • 70 Euro for students, apprentices and retirees (with identification card)

WORKSHOPS

#1 Cover Thinking with Stefan Kiefer
Wednesday, March 8 2017 // 10am - 7pm // in German

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

SORRY, THIS WORKSHOP IS CANCELLED DUE TO ILLNESS!!

#2 Everything there is to know about images mit Bernd Esser, Daniela Gattinger and Martin Summ
Wednesday, March 8 2017 // 10am - 7pm // in German
@ Getty Images, Auenstraße 5, 80469 München

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

#3 How to make Infographics with Rob Orchard
Sunday, March 12 2017 // 11 am - 6 pm // in English
@ Halle27, Hirschgartenallee 27, 80639 München

  • 175 Euro (tgm) 
  • 200 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 225 Euro (Non-members)

#4 Calligraphy with Byung-in Kang and Chang Sik Kim
Saturday,  March 11 2017 // 9 am - 2 pm // in English
@ Halle27, Hirschgartenallee 27, 80639 München

  • 85 Euro (tgm) 
  • 95 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 105 Euro (Non-members)

#5 Special Workshop Infographic with John Grimwade (only in a bundle with INCH Only)
Thursday, March 9 2017 to Saturday, March 11 2017 // 3 pm - 7 pm // in English
@ Flachbau / Alte Kongresshalle

  • 405 Euro (tgm) 
  • 455 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 505 Euro (Non-members)

 

# Special Workshop Infographic with Fernando Baptista (only in a bundle with INCH Only)
Thursday, March 9 2017 to Saturday, March 11 2017 // 3 pm - 7 pm // in English
@ Flachbau / Alte Kongresshalle

  • 405 Euro (tgm) 
  • 455 Euro (AGD,BDG,cmf,ft) 
  • 505 Euro (Non-members)
BERND FLESSNER – Konvergenz und Postmedialität, Perspektiven Medialer Zukünfte

Die Beschäftigung mit medialer Zukunft ist spannend, anspruchsvoll – und ähnelt mitunter einer kriminalistischen Spurensuche, archäologischen Ausgrabungen und einem Puzzle aus Visionen, Trends und Ideen. Bernd Flessner räumt auf: Mit Missverständnissen, die aus unwissenschaftlicher Arbeit entstehen und Klischees, die so mancher »Zukunftsforscher« präsentiert. »Zukunft lässt sich nicht erforschen«, bemerkt Flessner trocken. »Wir können nicht damit umgehen, bevor sie geschieht. Und dummerweise irren sich meist die Experten.«

Deswegen denken Wissenschaftler wie Bernd Flessner über Szenarien nach, die bereits entworfen wurden. Solche Szenarien helfen: gegen den future shock und gegen eine Welt, die uns ängstigt und überfordert, mitunter schon zu Lebzeiten fremd wird, weil die Geschwindigkeit ihrer Veränderung die Fähigkeit des Umgangs mit dem Wandel übersteigt. Mit norddeutsch-friesischer Ironie plaudert Flessner über Revolutionen zwischen Internet of Things, Konnektivität und Beschleunigung. »Der Kühlschrank sagt Ihnen dann: Nein, ich mache nicht auf – ich habe gerade die Daten der Waage im Badezimmer erhalten...« Geräte, Produkte, Verpackungen und deren Bilder sind miteinander vernetzt und tauschen Daten miteinander aus. Adieu Privatsphäre, die auf dem Altar der Digitalität geopfert wird und zur Observosphäre wird. Willkommen künstliche Intelligenz, die mittlerweile von zahlreichen Unternehmen eingesetzt wird.

Mitten in der Modernisierungskrise: Wissen wir eigentlich noch, wo wir herkommen und hinwollen? Medien werden zu Mythenmaschinen wie das Internet: Alles, was Information ist, lässt sich beliebig herstellen – und ebenso beliebig manipulieren. Synthetisierte Realität aus digitalen Zahlen lehrt uns als KingKong auf der Leinwand das Gruseln. Alles wird zu Medien, in deren Spiegel wir eigentlich nur eins sehen: Uns selbst, gefangen in der Postmedialität. Bernd Flessner übersetzt komplexe Zusammenhänge in verständliche Analogien. Obendrein überaus kurzweilig: »Denken Sie an Harry Potter und seine sprechende Zeitung. In wenigen Jahren werden Sie die Dose Ravioli im Supermarkt anschauen und die Nudeln in der Soße schwimmen sehen. Oder das Plakat an der Wand begrüßt Sie mit freundlicher Stimme, weil es Sie kennt. Das kann durchaus unangenehm werden: Wen hast Du denn da mitgebracht, weiß das Dein Mann?« So unterhaltsam kann man über Zukunft plaudern und sein Publikum mitreißen und zum Lachen bringen.

Dabei ist Zukunft so weit gar nicht mehr entfernt: Intelligente Textilien, die auf Temperatur mit Farbwechseln reagieren, gibt es bereits. Smart Media und Künstliche Intelligenz machen die Personalisierung von Content in Medien möglich. Das Gesicht des Lesers wirkt gelangweilt? Kein Problem – der Text kann in Sekundenbruchteilen entsprechend geändert werden. »Sie lachen? Wahrscheinlich haben Sie da ein paar Utopie-Defizite!« frotzelt Bernd Flessern seine Zuhörer an. »Wie bitte, Game of Thrones mit nur drei Drachen? Das ist mir zu wenig! Und schon kriegen Sie statt drei fünf Drachen – weil der Fernseher Ihre Stimmung erkannt hat.«

Selbst wir Menschen sind auf dem Weg der Verbesserung: Prothesen sind Vergangenheit, Implantate verbessern nicht nur die Sehkraft, sondern ermöglichen auch Fernsehen direkt über das Auge. Retina-Implantate ermöglichen Blinden das Sehen, Gedankenströme lenken Computer. Vision? Nein – 2009 wurde eins der ersten Retina-Implantate in Tübingen entwickelt und eingepflanzt.
Was wir auf technologischer Ebene erneuern, führt direkt in einen funktionalen Analphabetismus: Wir benutzen Dinge, ohne ihre Funktion tatsächlich zu verstehen. Ein positives Fazit zieht Flessner dann doch: Im Zeitalter der Simulation prognostiziert er eine Renaissance des Realen und der Materialität, des Anfassbaren und Erlebbaren. »Nullen und Einsen rutschen einem nur so durch die Finger, das braucht doch einen Gegenentwurf!«

Schlusssatz der anderen Art: »Ich könnte Ihnen noch bis morgen früh um vier über unterschiedliche Modelle von Zukünften erzählen.« Kein Problem bei soviel unterhaltsamer, amüsanter Verbalakrobatik der Wissenschaft …

 

 
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